Geliebte Mitwesen!

Ich habe vor wenigen Tagen meine erste Wochenbotschaft veröffentlicht – nicht nur hier, sondern auch auf Social Media. Da das für mich ein sehr einschneidender Moment war, dem ein mehrmonatiger innerer Prozess vorangegangen ist, in dem sich vielleicht der eine oder die andere wiedererkennen kann, möchte ich euch hier gerne auf diese innere Reise mitnehmen!

Für mich am überraschendsten war, dass mich in dem Augenblick, als ich auf den „Posten“-Button gedrückt habe, nicht das blanke Entsetzen über das, was ich gerade getan habe, sondern im Gegenteil, die pure Freude durchrieselt hat – und das, obwohl ich noch nicht einmal weiß, wie die Reaktionen darauf ausfallen werden!

In dem Moment wurde mir wieder einmal sehr deutlich bewusst, dass es gar nicht so sehr die Angst vor der Ablehnung war, die mich neun Monate von diesem Schritt abgehalten hat, sondern ausschließlich die vor der Sichtbarkeit – oder eben die Angst vor der angst, welche durch die Sichtbarkeit ausgelöst werden könnte.

Während ich das hier aufschreibe, wird mir gerade bewusst, dass ich bis zur „Geburt“ dieser Veröffentlichung genauso lange gebraucht habe, um innerlich dafür heranzureifen, wie eine Schwangerschaft normalerweise dauert. Zufall? Nein, ich glaube nicht. Ich glaube jetzt gerade vielmehr, dass es sich um eine Art innere Gesetzmäßigkeit handelt, dass wir Menschen eben genau so lange brauchen, um für eine neue Geburt heranzureifen…

Aber zurück zu meinem eigentlichen Thema 😉

Ich habe während dieser neun Monate gehadert und gezweifelt, mit mir gerungen und zermürbende innere Kämpfe ausgestanden. Zweimal war ich schon kurz davor, diesen Schritt zu gehen, aber jedes Mal reagierten meine inneren Anteile derartig alarmiert, dass ich mich erneut im Tal der Tränen wiederfand, wo ich vor lauter Selbstverachtung, weil ich einmal mehr in meinem Leben gekniffen habe, kaum noch meinen Anblick im Spiegel ertrug.

Gott sei Dank hatte ich die ganze Zeit mein geistiges Team an der Seite, die mich liebevollstens wieder aufzurichten wussten und vor allem Erzengel Michael, der mich immer wieder mit meinen inneren Anteilen konfrontierte und mich aufforderte, ihnen ins Auge zu schauen, bis ich einen Umgang mit ihnen gefunden hatte, bei dem nicht mehr sie mein Handeln dirigierten, und mich schlussendlich mit so viel Mutkraft erfüllte, dass ich es nun endlich doch noch geschafft habe, mich zu zeigen mit allem was ich bin und aus der geistigen Welt übermittelt bekomme.

Warum ich das alles erzähle? Weil ich glaube, dass es vielen Menschen so geht, die gerne mehr aus sich herauskommen würden, die ihre Fähigkeiten gerne zeigen würden und so gesehen werden möchten, wie sie sind – aber dann erschrecken vor dem eigenen Mut und ihn sich z.B. als Anmaßung schlechtreden, sich selbst womöglich zu wichtig zu nehmen, und sich in der Folge davon lieber wieder in ihre Komfortzone zurückziehen aus Angst vor Ablehnung, Spott oder Versagen.

Mir ist sehr deutlich bewusst geworden, dass das Versagen, vor dem ich mich so lange gefürchtet habe, gar nicht darin bestanden hätte, dass ich vielleicht auf Ablehnung und Desinteresse stosse oder sogar die einten oder anderen harschen Kommentare werde einstecken müssen – denn dann hätte ich mich nicht nach der Veröffentlichung plötzlich so zufrieden und in mir ruhend gefühlt – sondern das größte Versagen für mich war, mich nicht zu trauen.

Spannend war für mich auch, dass ich in der Nacht vor der Veröffentlichung einen sehr dystopischen und beklemmenden Traum hatte, in dem es im Grunde darum ging, in was für einer Welt wir leben (würden), wenn alle nur an sich und ihr eigenes Überleben denken, sich gegenseitig denunzieren und übervorteilen, statt miteinander zu kooperieren und etwas zum Positiven zu verändern. Vielleicht hat mir das den letzten liebevoll gemeinten Tritt in den Allerwertesten gegeben, um mein Licht nun doch endlich scheinen zu lassen und nicht mehr unter den Scheffel zu stellen – denn natürlich hoffw ich, dass auch ich mit meinem ganz persönlichen Beitrag, mit meinen ganz individuellen Gaben etwas zum Positiven in dieser Welt verändern kann.

Was uns dann meistens daran hindert, ist diese Angst vor der Angst, die uns dauerhaft davon abhält, uns überhaupt bis zum Erleben der Freude gelangen zu lassen, die uns erfüllt, wenn wir das Richtige tun, das wozu wir hierhergekommen sind, was wir uns ausgesucht haben als unsere Aufgabe in diesem Leben – völlig unabhängig von den Reaktionen der Mitwelt. Diese Angst ist es, die uns immer wieder daran hindert zu erfahren, welche Freude uns erfüllen würde, wenn unsere Seele sich verwirklicht fühlt und uns damit signalisiert, dass wir zur für uns richtigen Zeit am richtigen Ort sind und das Richtige tun.

Obwohl ich schon immer ein Fan des Pareto-Prinzips war und Sprüche wie „Better done than perfekt“ oder „Mach es einfach!“ an meiner (inneren) Pinwand sozusagen hängen habe, brauchte ich wohl diesen ganz bewussten inneren Prozess, um für die nächste Videobotschaft hoffentlich nun keine neun Monate mehr zu brauchen – geplant ist sie für den kommenden Sonntag 😉